Langeweile ist kein Problem.
- andreas0009
- 18. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Langeweile ist weder ein Mangel an Reizen noch ein Zeichen dafür, dass mit meinem Leben etwas „nicht stimmt“.
Für mich taucht Langeweile auf, wenn ich nicht präsent bin.
Wenn meine Aufmerksamkeit in Bewertungen, Vergleiche oder Geschichten darüber abdriftet, was „eigentlich“ passieren sollte.
Wenn ich auf Aufregung, Inspiration oder Bestätigung warte, statt dem Moment zu begegnen, der bereits da ist.
Langeweile ist kein Feind.
Sie ist ein Spiegel.
Sie lädt mich ein, langsamer zu werden. Aufzuhören zu suchen. Zu fühlen.
In dem Moment, in dem ich aufhöre, den Moment als „langweilig“ zu bezeichnen, verändert sich etwas.
Ich beginne wahrzunehmen, was real ist. Was lebendig ist. Was bereits vor mir liegt.
Langeweile löst sich auf, wenn ich Präsenz über Ablenkung wähle.
In Wahrheit fehlt nichts.
Es muss nichts verändert werden.
„Langeweile“ ist nur Widerstand — Widerstand gegen das, was ist.
Und wenn ich ihr begegne, statt vor ihr wegzulaufen, entsteht Klarheit ganz von selbst.
Das Leben hört auf, nach Reizen zu suchen.
Und beginnt, wahrzunehmen, was da ist.
Langeweile ist keine Leere.
Sie ist eine Einladung. Eine Einladung zur Präsenz.
Dem Leben begegnen, wie es ist.
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